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Hamburg 61 revisited und The Gilmer County Tapes

Aktualisiert: 20. Juni

Neu in digitalen Plattenschrank: The Dennis Eighteen Project (2 Mini-Alben jetzt auf Spotify und Co.)


Musik hat mich mein ganzes Leben lang begleitet. Seit Kindesbeinen bin ich Musiker mit Herz und Seele. Unzählige Träume und wunderbare Erlebnisse verdanke ich den sechs Saiten, die für mich die Welt bedeuten. Doch nun verändert sich die Musikwelt rasant durch die Künstliche Intelligenz (KI).


Plattformen wie Udio und Suno revolutionieren den Musikmarkt, indem sie es ermöglichen, mit wenigen Klicks individuell passende Musik in jedem gewünschten Stil zu erstellen. Ein paar Angaben zum Genre, zur Stimmung und Instrumentierung genügen, und schon ist der Track fertig. Doch das ist erst der Anfang. Gibt man einen Songtext ein, singt auch noch eine lebensechte KI-Stimme das Lied. Das ist einfach beeindruckend!


Auch die Texte können mithilfe von KI generiert werden. ChatGPT lässt grüßen. Ein vollständiger Song aus der Maschine – eine neue Welt! In diesem Kontext habe ich ein neues Kunstprojekt gestartet: „The Dennis Eighteen Project“. Dabei übernimmt die KI die Rolle der Band, während ich als Songwriter im Hintergrund bleibe.


(Leider nicht als Kassette. ;-) )


Das Ergebnis sind zwei Mini-Alben: „Hamburg 61 revisited“ und „The Gilmer County Tapes“. Die Basis dieser Alben sind Songtexte, die ich 2022 über mehrere Monate hinweg geschrieben habe. Es war eine unglaubliche kreative Phase, die kaum zu stoppen schien. Zwei Jahre lang lagen die Texte ungenutzt herum, und ich wusste nicht, was ich damit anfangen sollte. Doch die KI-Revolution gab mir den entscheidenden Schubs. Und sie inspirierte mich, die Texte aus meiner ehemaligen Band "Sturmflut!" aus Hamburger Tagen neu zu vertonen. Das Ergebnis: Das Mini-Album "Flood Days Again".




Was zunächst als Experiment gedacht war, entwickelte sich zu einem eigenständigen Projekt. Ich vertraute der Künstlichen Intelligenz die musikalische und gesangliche Rolle an und blieb selbst als Ghostwriter im Hintergrund. Nun sind auf allen Streamingplattformen von Spotify über Apple Music bis TikTok sechs Songs erschienen, die zu 100 % aus menschlichen Texten meines Herzens und zu 100 % aus KI-Musik bestehen.


Trotz dieser spannenden Möglichkeiten fühle ich mich auch ein wenig besorgt und desorientiert. Für mich war das Label „handgemacht“ immer der Goldstandard im Musikbusiness. Gleichzeitig bin ich fasziniert von den neuen Möglichkeiten. Es ist Staunen auf höchstem Niveau. Alle reden über KI. Alle haben eine Meinung. Aber ich will noch einen Schritt weiter gehen. Ich will die neue Zeit anfassen, testen, erleben und sehen, wie sie schmeckt.


Mein Fazit? Keine Ahnung. Es ist noch zu früh. Die Euphorie des Neuen ist noch zu groß. Aber ich bin froh, dass die Texte, die aus meinen Fingern flossen, einen Ort gefunden haben, an dem sie leuchten können.


Ist das die Zukunft der Musik? Nein. Es wird mehrere parallele Musikzukünfte geben: KI pur, Mensch pur und hybride Formen. Wer weiß, wohin mich meine Kreativität als nächstes führt? Wichtig ist und bleibt die Neugier und die Lust am Machen.






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