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Erfolgsfaktor Resilienz

Es gibt eine Szene in der Fernsehserie The West Wing, die immer wieder in meinen Gedanken an die Oberfläche blubbert. Ein Mann sitzt da an einer Hotelbar und sagt zu seinem Gesprächspartner: "Es muss nicht einfach sein im Leben. Schwer ist gut. Aber könnte es vielleicht ein wenig einfacher sein!"

Es gibt wohl niemanden, dem dieses Gefühl fremd ist. Die Last der Welt auf den Schultern zu stemmen fühlt sich manchmal echt gut an. Zeigt der Druck doch, dass die eigene Stärke beachtlich ist. Ist die Kraft, die es aufzubringen gilt doch der Beweis, dass sie existiert. Schwierige Situationen zu meistern, macht stolz. Denn wir erleben die eigene Selbstwirksamkeit. Das Leben darf hart sein. Manchmal muss es auch so sein.

Aber was ist, wenn die eigenen Kräfte nicht reichen? Wenn die seelischen Ressourcen aufgebraucht sind? Dann ist die Last der Welt nicht mehr Beweis der eigenen Leistungsfähigkeit, sondern Beleg für die Grenzen, Schmerzen und Schwächen. Im schlimmsten Falle gar für Versagen und Niederlage. Kommt es zu so einem Moment, steckt man in einer handfesten Krise. Burn-out? Depression? Erschöpfung? Überforderung?

Wenn dieser Moment gekommen ist, braucht es professionelle Hilfe. Therapeut:innen, Coaches und Seelsorger:innen stehen bereit und stellen Fachwissen und Erfahrungen bereit. Wir müssen in die Seelenwerkstatt. Wäre es nicht gut, wenn wir diese Situation gar nicht erst entstehen lassen würden? Wie wäre es, wenn wir in unsere eigene innere Widerstandskraft investierten und uns strategisch vorbereiten würden? Denn Lebenskrisen jeglicher Größe kommen garantiert auf uns alle zu. Niemand kann davon ausgehen, dass schon alles gut laufen wird, bis wir das zeitliche segnen. Wir werden früher oder später die ein oder andere Last in den Rucksack gesteckt bekommen. Und wer wandert, weiß, dass Rucksäcke irgendwann immer zu schwer werden. Es gibt zwei Methoden, den schmerzenden Schultern entgegen zu wirken. Erstens, man passt immer schön auf, was da im Rucksack ist und packt ggf. Dinge aus. Oder man geht in die Muckibude und trainiert den Rücken.

Genau so geht es auch bei der Resilienzarbeit zu. In der Vorbereitung auf Lebenskrisen und schwierige Strecken investiert man gezielt in die Stärkung der eigenen Kräfte und in die Fähigkeit, Schwieriges zu erkennen, zu bewerte und Umgangsstrategien zu entwickeln.

Wir entdecken den Wert von Achtsamkeit und schaffen uns somit einen ganzen Prävention- und Notfallkasten. Wir entwickeln Strategien, wie wir persönliche Netzwerke aufbauen, Optimismus und Akzeptanz kultivieren und vor allem, wie wir den Blick fest auf die Zukunft richten. Dieser Blick auf die Zukunft ist der Schlüssel. Ist er davon geprägt, dass wir ein hohes Maß an Vertrauen in die eigene Selbstwirksamkeit haben und uns den Fokus auf Lösungen bewahren, statt im Zweifel und Vergangenheitsbewältigung festhängen, sind wir gut gerüstet für alles, was da kommen mag.

Das Leben wird nie leicht. Aber leichter ist absolut möglich. Wenn wir rechtzeitig und strategisch in unsere Resilienz investieren.


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