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OF HOPE AND DREAMS

Das neue Scrapbook ist da.


Liebe Freund*innen,

mein neues Buch OF HOPE AND DREAMS ist erschienen.

Das ist ein schöner Moment. Wirklich. Und ich freue mich sehr, das mit euch teilen zu können.

Gleichzeitig merke ich: Ich bin bei diesem Buch deutlich nervöser als bei meinen bisherigen Veröffentlichungen. Denn so persönlich war bisher nichts von dem, was ich als Buch rausgegeben habe.

Das hier ist kein klassisches Sachbuch. Kein Trainingsbuch. Kein „Hier sind 50 kluge Methoden, bitte schön, viel Erfolg damit“. Es ist eher ein Scrapbook. Ein sehr persönliches Sammelalbum aus Erinnerungen, Musik, Liebe, Lebensfragen, alten Träumen, neuen Brüchen und dieser merkwürdigen Sache, dass man irgendwann 50 wird und plötzlich anfängt, anders auf das eigene Leben zu schauen.

Nicht unbedingt weise. Aber vielleicht ein bisschen ehrlicher.

Ich habe lange überlegt, ob dieses Buch überhaupt raus soll. Es gab durchaus diesen Gedanken: Vielleicht gehört das Ding einfach ins Familienarchiv. Schön abspeichern. Irgendwann finden es die Kinder mal auf einer alten Festplatte und denken: Ach guck, Papa hatte auch mal Gefühle.

Aber dann war da eben auch diese andere Stimme. Dieses kleine rebellische Herz, das sagte: Nee. Kunst machen heißt auch, sich zu zeigen. Nicht komplett geschützt. Nicht perfekt ausgeleuchtet. Sondern echt.

Also ist es jetzt draußen.

OF HOPE AND DREAMS ist ein Buch über Bruce Springsteen, die Liebe, das Leben, Hoffnung und das Recht auf ganz große Träume.

Über allem liegt der Sound von Springsteen. Seit dieser einen Begegnung mit „Born in the U.S.A.“ in einer Hamburger Schulaula begleitet mich diese Musik. Damals stand da eine Schülerband auf der Bühne, spielte diesen Song, und irgendetwas in mir ging an.

Vielleicht war das mein erster richtiger „Plan A“.

Singen. Songs schreiben. Gitarre. Bühne. Raus aus dem Alltag. Rein in irgendetwas Größeres.

Nun ja.

Es ist bekanntlich etwas anders gekommen.

Ich bin kein Stadionrocker geworden. Keine Welttourneen, keine E Street Band, keine verschwitzten Zugaben vor 70.000 Menschen. Stattdessen: Seminarräume, Bücher, Familie, Rechnungen schreiben, Kinder ins Bett bringen, zwischendurch Songs aufnehmen, Texte bauen, Ideen sortieren.

Klingt erstmal weniger glamourös.

Aber vielleicht ist genau das eine der Fragen, um die es in diesem Buch geht: Ist ein Traum eigentlich gescheitert, nur weil er nicht eins zu eins wahr geworden ist?

Oder bleibt da etwas?

Eine Energie. Eine Richtung. Ein inneres Feuer. Eine Art, auf die Welt zu schauen.

Ich glaube inzwischen: Manche Träume müssen gar nicht wahr werden, um wichtig gewesen zu sein. Sie müssen uns nur groß genug gemacht haben, damit wir nicht zu klein vom Leben denken.

In dem Buch geht es um Jugendträume und Liebeskummer. Um Aufbruch und Umwege. Um Eheversprechen und Vaterglück. Um Songs, die einem in bestimmten Momenten das Leben erklären, obwohl sie gar nicht für einen selbst geschrieben wurden.

Und es geht um die Frage, in welcher Welt unsere Kinder eigentlich groß werden.

Denn natürlich verändert sich der Blick, wenn man Vater wird. Plötzlich ist die Welt nicht mehr nur die Bühne für die eigenen Hoffnungen, Ängste und Irritationen. Plötzlich schaut man auf diese kleinen Menschen und denkt: Was geben wir denen eigentlich mit? Wie viel Wahrheit ist zumutbar? Wie viel Schutz ist nötig? Wie hält man ihre Träume groß, ohne ihnen Quatsch zu erzählen?

Das Buch ist deshalb auch politisch. Nicht als Programmschrift. Keine Sorge. Aber weil man ja nicht ernsthaft über Hoffnung schreiben kann, ohne über die Welt zu reden, in der diese Hoffnung bestehen soll.

Und manchmal ist diese Welt ziemlich kalt.

In einem Kapitel geht es um meine Wut, meinen Schmerz und meine Verzweiflung angesichts der politischen Entwicklung in den USA, um Trump 2.0, um Gewalt, um Verrohung, um die Morde an Renée Good und Alex Pretti in Minneapolis.

Ausgerechnet an dieser Stelle bekam ich dann noch den letzten Schubs zur Veröffentlichung.

Ich hatte nämlich NotebookLM mit meinem Manuskript gefüttert, einfach aus Neugier. Mal schauen, was die Maschine daraus macht. Erst war alles erstaunlich okay. Und dann kam sie an dieses politische Kapitel.

Plötzlich wand sich die Google-Intelligenz wie ein Aal auf Laminat.

Sie ging auf Distanz. Relativierte. Und behauptete am Ende sinngemäß, dieses Kapitel sei fiktional und nur in meiner Seele real.

Da saß ich dann vor dem Bildschirm und dachte: Google, google das mal.

Der Horror ist nicht erfunden. Der Schmerz ist nicht erfunden. Die Wut ist nicht erfunden. Und nein, das ist nicht nur in meiner Seele passiert.

Und genau in diesem Moment war klar: Das Buch kommt raus.

Egal, ob es jemand liest.

Jawohl.

Nimm das, du Weltkonzern.

Ein besonderer Teil des Buches sind die Songs aus dem Dennis Eighteen Project. Sie sind per QR-Code direkt im Buch hörbar. Das war mir wichtig, weil vieles in diesem Buch mit Musik zu tun hat. Nicht nur als Thema, sondern als zweite Sprache.

Manches kann ich schreiben.

Manches muss ich singen.

Und manches ist wahrscheinlich genau dazwischen zu Hause.

OF HOPE AND DREAMS ist also kein perfektes, glattes, strategisch durchoptimiertes Buch. Zum Glück nicht.

Es ist ein Scrapbook.

Ein Rückblick auf die erste Hälfte eines Lebens. Ein Buch über alte Träume, die nicht einfach verschwunden sind. Über Hoffnung, die nicht immer laut ist. Über Kunst als Trotzreaktion. Über Kinder, Liebe, Musik, Schmerz, Politik und die ziemlich wilde Erkenntnis, dass man mit 50 noch lange nicht fertig ist.

Vielleicht ist es ein Buch für Menschen, die auch manchmal auf ihre alten Pläne schauen und denken: Tja. War anders gedacht.

Und vielleicht trotzdem spüren: Da ist noch etwas übrig.

Nicht als Niederlage. Sondern als Schatz.

Ich freue mich, dass dieses Buch jetzt draußen ist.

Und ich freue mich, wenn ihr reinschaut, reinhört oder es einfach Menschen empfehlt, die noch immer an irgendetwas glauben.

An Musik.An Liebe.An Hoffnung.An große Träume.Oder daran, dass unser Herz manchmal genau dann recht hat, wenn der Kopf längst die Excel-Tabelle geschlossen hat.

Träumt so, dass der Himmel zu klein wird.


 
 
 

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