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Vertrauen: Währung, Kitt und Fundament

In der Welt, in der wir leben ist Vertrauen allgegenwärtig und bildet das unerschütterliche Fundament, auf dem unser Zusammenleben fußt. Täglich begegnen wir zahlreichen Situationen, in denen unser Vertrauen stillschweigend vorausgesetzt wird. Wir tauschen Geld, seien es Papiergeld oder in Form von Nullen und Einsen, gegen Waren wie einen Apfel oder eine Doppelhaushälfe.  Wir geben unsere Stimme bei Wahlen ab, in der Hoffnung, dass unsere Regierung im Sinne des Volkes handelt. (Unsere Erfahrung zeigt, das dies auch in den meisten Fällen klappt.) Dieses Prinzip erstreckt sich über alle Bereiche unseres Lebens, von der Medizin, den Medien, über die Sicherheit, bis hin zur Kultur.


Vertrauen zeigt sich in unserem Glauben an die Effizienz, Effektivität und Verlässlichkeit von staatlichen Einrichtungen wie der Polizei, dem Bildungssystem und der Gesundheitsversorgung. Wir zahlen Steuern mit der Erwartung, dass der Staat uns im Notfall unterstützt, unsere Kinder bildet und im Alter für uns sorgt. Kulturelle Aktivitäten wie das Lesen von Büchern, das Hören von Musik oder der Besuch von Ausstellungen verlangen ebenfalls ein Maß an Vertrauen – das Vertrauen darauf, inspiriert zu werden und authentische Perspektiven zu erleben und mit Aufrichtigkeit angesprochen zu werden.


Doch was passiert, wenn dieses fundamentale Vertrauen ins Wanken gerät? In jüngster Zeit sehen wir uns mit Kräften konfrontiert, die gezielt darauf abzielen, dieses essentielle Vertrauen zu untergraben. Anti-Demokratische Strömungen und andere Akteure weltweit (und bei uns „um die Ecke“) setzen immense Ressourcen und Energie ein, um die Pfeiler, auf denen unser Zusammenleben ruht, zu erschüttern. Diese Entwicklung stellt eine dramatische Bedrohung für das Fundament unserer Gesellschaft und unser aller Zukunft dar. Fake News, „alternative Fakte, Lügen, Egoismus, Scapegoating und alltägliches - mit einem Lächeln garniertes - „Bescheißen“ sind das Gift, das uns alle in Gefahr bringt.


Vertrauen ist nicht nur eine theoretische Währung, sondern ist ein realer und der entscheidende Bestandteil des sozialen Gefüges. Die aktuelle Herausforderung liegt darin, dieses Vertrauen zu bewahren und gegen jene Kräfte zu verteidigen, die es zerstören wollen. Es ist an der Zeit, die Bedeutung von Vertrauen zu erkennen, zu schätzen und aktiv zu verteidigen, denn ohne Vertrauen kann unsere Gesellschaft nicht funktionieren. Das Recht des Stärkeren , Angst und eine soziale Eiszeit wären dann unsere neue Realität.


Lasst uns gemeinsam für eine Welt einstehen, in der Vertrauen nicht nur erhalten bleibt, sondern auch gestärkt wird, um den Zusammenhalt und das Wohl aller zu fördern. Jede*r da, wo man*frau Einfluss hat. Im Unternehmen, im Verein, in der Familie, am Stammtisch, Parlament, Klassenzimmer… Wir sind alle am Zug. Die Zeit von „Die da müssen mal…“ ist vorbei.

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